Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Rhein-Berg e. V.

Kultur und Genuss - Rund um St. Pölten radeln

St. Pölten, die Landeshauptstadt von Niederösterreich, beeindruckt mit vielfältigen Kulturveranstaltungen und architektonischen Schätzen.

St. Pölten
St. Pölten Rathausplatz © Wilfried Kochner

Von Barock über Jugendstil bis zu zeitgenössischer Architektur spannt sich der Bogen. Auch die Umgebung von St. Pölten lädt mit vielen Besonderheiten zum Entdecken ein. Was also liegt näher, als die Stadt und ihre Umgebung mit dem Rad zu erkunden. Ausgehend von St. Pölten bieten drei Radwege in drei verschiedene Richtungen immer wieder ganz neue Blickwinkel. 

Doch zuerst gilt es, St. Pölten als jüngste Landeshauptstadt Österreichs zu entdecken. Fünf Museen können mit der Museumscard besucht werden. Der Rathausplatz, einer der schönsten Plätze Österreichs, lädt zum Verweilen ein. Ein malerischer Spaziergang über die Kellergasse erfreut alle Sinne. Die Kremser Gasse lockt mit vielen schicken Shops und als Ausklang verkündet das Glockenspiel vom Rathausturm, dass es   Zeit zur Nachtruhe ist. 

Am nächsten Morgen geht es ausgehend von St. Pölten auf dem Traisental-Radweg Richtung Norden nach Herzogenburg. Hier wird das gleichnamige barocke Stift besucht. Es ist ein Geheimtipp für alle, die Kunst, Kultur und vor allem die Lebensweise der Augustiner-Chorherren hautnah erleben möchten. Ein weiteres Highlight der Region ist das Weinland Traisental. Hier machen junge dynamische Winzerinnen und Winzer mit vielfach prämierten Weinen von sich reden. Der Radweg selbst verläuft eben entlang der Traisen und bietet immer wieder Plätze zum Verweilen und Erfrischen. Kurz hinter Traismauer biegt man auf den Donauradweg und nach gut fünf Kilometern stromauf bei Hollenburg auf den Traisentaler Weinbergradweg. Der Radweg führt mit kleinen Steigungen vorbei an Wein- und Obstgärten, durch Dörfer mit altem Dorfkern, wo zahlreiche Heurige und Gasthäuser zum Verweilen einladen. Kulturell Interessierte planen einen Abstecher ins Urzeitmuseum Nußdorf oder ins Schloss Walpersdorf. 

Wieder in Herzogenburg können müde Radlerbeine bequem mit der Bahn nach St. Pölten zurückfahren. 

Am nächsten Morgen geht es dann ins obere Traisental. Der Radweg führt von St. Pölten über Ochsenburg und Wilhelmsburg nach Lilienfeld. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und verläuft meist an der Traisen entlang. Der Abschnitt ist, obwohl er stets flussaufwärts ins Alpenvorland verläuft, ohne größere Steigungen leicht zu bewältigen. Radfreundliche Betriebe laden unterwegs zur Einkehr ein. In Lilienfeld wartet das größte mittelalterliche Kloster Österreichs auf eine Besichtigung. Die riesige Anlage mit der größten Stiftskirche des Landes ist ein Ort des Staunens und kann bei einer Führung erlebt werden. Einen Blick in die Geschichte des Skisports bietet das Mathias Zdarsky-Ski-Museum, das dem Pionier des alpinen Skilaufs gewidmet ist. Nach so viel Kultur schmeckt ein Snack im Saletti besonders gut. Zurück von Lilienfeld nach St. Pölten geht es 27 Kilometer entweder mit dem Rad oder mit der Bahn. 

Am nächsten Tag geht es per Sternfahrt von St. Pölten in die kulinarische Region südlich von St. Pölten ins Pielachtal. Die Strecke verläuft zuerst ein paar Kilometer auf der Römerradroute bis zum Knotenpunkt bei Völlersdorf. Hier heißt es abbiegen Richtung Süden auf dem Pielachtalradweg. Der zum Großteil angenehm flache Radweg führt durch das Mostviertel und wird von der Pielach und der Mariazellerbahn begleitet. Entlang der Strecke können sich Radsportfreunde bei den urigen Moststuben und geselligen Mostheurigen stärken. Ein erster Stopp lohnt bei Ober-Grafendorf. Hier bietet der Naturkosmetikhersteller Styx bei einer Führung interessante Einblicke in das Familienunternehmen. Gemütlich radelt es sich weiter zwischen Bahn und Fluß durchs mehr oder weniger ebene Land. Ein lohnendes Zwischenziel für Kulturinteressierte ist die Burgruine in Rabenstein. Ein weiteres Highlight ist der Steinschalerhof bei Warth. Hier lohnt eine Besichtigung des Wildkräutergartens und eine anschließende Verkostung der hofeigenen Kräuterspezialitäten. Für müde Beine bietet die Mariazellerbahn eine angenehme Rückfahrt nach St. Pölten. 

Es lohnt sich, die kulturellen Besonderheiten der Stadt St.Pölten und ihre Umgebung per Rad zu erkunden. 


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